Tipps und Tricks zum motiverten Üben

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Hallo Ihr Lieben,

zum Thema Üben möchte ich Euch heute gerne ein paar Dinge an die Hand geben, die Euch vielleicht weiterhelfen – einiges wird Euch mehr oder weniger auch bereits bekannt sein.

Eltern können mit ihrem Kind gemeinsam Regeln aushandeln, die festlegen wann und wieviel es übt. Das Idealste wäre natürlich täglich, wobei ich weiss, dass das aus unterschiedlichsten Gründen nicht immer machbar ist. Der wichtigste Tag ist der Tag nach der Unterrichtsstunde, damit das frisch Erlernte sich festigen kann.

Übemotivation entsteht auch, wenn Eltern ihrem Kind ab und zu beim Üben zuhören, loben für das, was es schon kann, ermuntern wenn sich Schwierigkeiten aufzeigen. Mit ihm/ihr über Musik zu sprechen und gemeinsam Musik zu hören hilft auch.
Korrigieren und Kritisieren sollte eher vermieden werden, um eine stressfreie, warme und konstruktive Atmosphäre zu bewahren.
In gewissem Maße halte ich Belohnungen für fleissiges Üben für sinnvoll. Welche und in welchem Umfang können Eltern gemeinsam mit ihrem Kind aushandeln.
Durch die Unterstützung der Eltern findet es zu einem regelmässigen Üben. So ein Prozess zum selbstständigen, disziplinierten und kreativen Üben dauert 3 bis 5 Jahre. Also: kein Druck, auch mal Fünfe gerade sein lassen. Neue Gewohnheiten brauchen ihre Zeit.

Von meiner Seite übe ich das Üben mit dem Schüler/der Schülerin im Unterricht. Gemeinsam erarbeiten wir Übe-Methodiken. Ganz wichtig dazu sind die Notizen im Hausaufgabenheft.
Wir formulieren wöchentlich Übe-Ziele und anhand einer Übe-Checkliste lernt der Schüler/die Schülerin mit der Zeit worauf es beim Üben ankommt.
Nicht zuletzt suchen wir gemeinsam Musikstücke aus, die ihm oder ihr wirklich gefallen und die er oder sie dann bei einem Vorspiel auch präsentieren kann.

Die Übe-Checkliste findet sich in Bettina Schwedhelms Spiel- und Übungsmaterial „Wache Finger, wache Ohren“. Da die „16 Tipps zum erfolgreichen Üben“ fotokopiert werden dürfen, kann die Lehrkraft jede Woche neu unterschiedliche Ziele davon für den Schüler/die Schülerin ankreuzen.
Ein weiteres empfehlenswertes Heft ist von Linda Langeheine: „Üben? – Und wie!?…“ Themen wie: schnell spielen, Auswendiglernen, Transponieren u.a. werden in einfacher und humorvoller Art aufbereitet und sind für Kinder ab 10 aber auch für Erwachsene geeignet.

Ich freue mich über Eure Kommentare und einen gegenseitigen regen Austausch, ob von Schüler/Innen, Eltern oder Kollegen/Innen Seite!

Eure
Katja Fink

Veröffentlicht in Spieltechnik/Übetipps

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